Blackoutübung

Bei der heutigen Gesamtübung war Blackout das Thema.

Wie alle Einstzorganisationen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur beschäftigen wir uns natürlich auch mit diesem Thema. Wir haben eine Checkliste mit Arbeitsanweisungen für verschiedene Aufgaben im Ernstfall gestaltet.

Ein 200KVA Aggregat wurde ja schon vor einiger Zeit angeschafft und versorgt im Notfall das Feuerwehrhaus. Die nötigen Umschalter und Einspeisepunkten wurden bereits 2006 beim neuen Feuerwehrhaus vorgesehen, für eine Versorgung muss nur noch das Aggregat gestartet und ein fertig konfektioniertes Kabel zwischen Aggregat und FF Haus verlegt werden. Durch die Checkliste konnten wir bereits nach 9 min. die Stromversorgung im FF Haus autark wiederherstellen. Diese 9 min. wurden gemessen vom betreten des ersten Kameraden, umziehen im Dunklen bzw. mit Taschenlampen über die Befehlsausgabe bis das Licht im Haus wieder anging. Bei den einzelnen Punkten wurde darauf geachtet, dass jeder jede Aufgabe bewältigen kann, wie z.B. Inbetriebnahme des Aggregats.

Weitere Punkte in der Checkliste sind etwa auch das Bereitstellen der alten Analogfunkgeräte, denn diese haben gegenüber den neuen Digitalfunkgeräten, dass sie von Gerät zu Gerät auch über größere Distanzen funktionieren und ohne Relaisstationen auskommen.

Nachdem der Strom wiederhergestellt ist, kann auch wieder auf die EDV Unterstützung zurückgegriffen werden. Je nach Szenario kann auch eine Internetverbindung von Vorteil sein, aus diesem Grund testen wir aktuell auch STARLINK, dies ist eine Internetverbindung per Satelliten welche von einem Stromausfall nicht betroffen wären. Für diverse Dienste müssen natürlich auf der Erde die entsprechenden Serverfarmen noch funktionieren, dies ist natürlich von der Tragweite eines Ereignisses abhängig. Ein Beispiel ist hier die Flutkatastrophe in Deutschland bei der die Gesamte Infrastruktur in einem großen Gebiet zerstört wurde, damals wurde auf die Starlinkanbindung zurückgegriffen.

Diese Starlinkanbindung wird auch für unsere mobile Einsatzleitung im Kommandofahrzeug und unsere Drohnengruppe verwendet und getestet.

Nachdem alle Punkte der Checkliste abgearbeitet wurden, versammelten wir uns im Saal um mittels Powerpoint alle Aufgaben durchzugehen und die von der Kameraden vorgebrachten Anmerkungen notiert, diese werden in die Verbesserung der Checkliste einfließen.

Auch unser Hr. Bürgermeister überzeugte sich von den gesetzten Maßnahmen und es fand noch ein reger Austausch statt.

Danach wurden alle Stationen mit der gesamten Mannschaft nochmal vor Ort durchgegangen und gemeinsam rückgebaut.

Wir waren mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden, es wurde exakt und professionell gearbeitet und es konnten innerhalb sehr kurzer Zeit alle Punkte abgearbeitet werden.

Wir hoffen, dass wir diese Checkliste nur bei Übungen benötigen, aber wir sind für den Ernstfall gerüstet.

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